Eine “stromlinienförmigere” Installation von Ubuntu und XBMC

Nach einiger Zeit des Testbetriebs meines HTPCs mit einem “normalen” Ubuntu-System, dessen Installation ich in meinem Eintrag Ubuntu 10.10 Basisinstallation beschrieben habe, habe ich mich dazu entschlossen nun doch eine etwas stromlinienförmigere, auf den Einsatzzweck eher zugeschnittenere Installation durchzuführen.

1. Installation des Basissystems
Installiert wird wieder von der Alternate-CD. Die Schritte sind hier exaxt die gleichen wie in meinem Artikel Ubuntu 10.10 Basisinstallation beschrieben, nur dass im Boot-Bildschirm der Ubuntu-CD außer Sprache und Tastaturlayout auch noch per F4 (Modes) -> Install a command-line system ausgewählt wird. Anschließend kann wie in meinem vorherigen Guide beschrieben vorgegangen werden.

2. Xorg und proprietäre Nvidia-Treiber
Nach der Installation kann man sich mit seinem gewählen Benutzernamen und Passwort einloggen.

Nun wollen wir zuerst einmal Xorg installieren:
sudo apt-get update
sudo apt-get install xinit x11-xserver-utils

Anschließend wird der proprietäre nvidia-Treiber installiert, da ohne diesen keine ausreichende Grafikbeschleunigung vorhanden ist:
sudo apt-get install nvidia-current

Nun muss der Treiber noch aktiviert werden, indem in der Datei /etc/X11/xorg.conf Folgendes eingetragen wird:

Section "Device"
Identifier "Configured Video Device"
Driver "nvidia"
EndSection

3. ALSA
Weiterhin wird ALSA installiert, die Advanced Linux Sound Architecture, damit nachher auch Sound ausgegeben werden kann:
sudo apt-get install linux-sound-base alsa-base alsa-utils

Anschließend werden die Regler für die Soundausgabe (Master, PCM) aktiviert und die Lautstärken erhöht, da diese per default auf “Mute” stehen und die Lautstärke auf 0 ist. Mit ESC kann man den alsamixer wieder verlassen.
sudo alsamixer

Schließlich werden die Veränderungen gespeichert.
sudo alsactl store 0

4. XBMC Installation aus dem offiziellen PPA
Nun soll die aktuelle Stable-Version (Dharma) aus dem XBMC-PPA installiert werden, hierfür installieren wir erstmal das Tool um PPAs zu den Paketquellen hinzuzufügen:
sudo apt-get install python-software-properties pkg-config

Anschließend wird das PPA hinzugefügt, die Paketquellen aktualisiert und xbmc sowie xbmc-standalone installiert:
sudo add-apt-repository ppa:team-xbmc
sudo apt-get update
sudo apt-get install xbmc xbmc-live

Nach einem mit
sudo reboot
eingeleitetem Reboot sollte euch nun XBMC begrüßen.

Danke an dustint.com, aus dessen Artikel ich wesentliche Teile für dieses HowTo übernommen habe.

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Alte Kernel inkl. Header mit nur einem Befehl entfernen

Wenn man ein Ubuntu/Debian-System einige Zeit lang in Benutzung hat und regelmäßig Updates installiert hat, sammeln sich auch einige Kernel und dazugehörige Headers an, da diese per default bei einem Kernelupdate nicht entfernt werden (ist ja auch ganz sinnvoll so, schließlich weiss man nicht ob ein neuer Kernel Probleme macht).

Läuft allerdings der aktuelle Kernel stabil und man möchte die alten überflüssigen installierten Kernel loswerden, eignet sich dieser Einzeiler den ich vor einiger Zeit auf linuxundich.de entdeckt habe recht gut:

$ dpkg -l 'linux-*' | sed '/^ii/!d;/'"$(uname -r | sed "s/\(.*\)-\([^0-9]\+\)/\1/")"'/d;s/^[^ ]* [^ ]* \([^ ]*\).*/\1/;/[0-9]/!d' | xargs sudo apt-get -y purge

Bevor man wirklich etwas entfernt sollte man die zu entfernenden Pakete nocheinmal durchgehen, bevor man bestätigt. Auch sollte man die alten Kernel wie gesagt nur dann löschen, wenn man sicher gehen kann dass der aktuelle problemlos läuft.

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Meine Favoriten 2010

Etwas verspätet und inspiriert von einem Post von Martin Haase, gibt es nun von mir auch noch einen kurzen Jahresrückblick über die Dinge, die mir im Jahr 2010 am besten gefallen haben.

  • Bester Film den ich im Jahr 2010 gesehen habe: Inception.
    Großartiger Film, der trotzdem massentauglich ist und sich wohl zu Recht und im positivsten Sinne “Blockbuster” nennen darf.
  • Beste TV-Serie des Jahres 2010: Sherlock.
    Eine Adaption der BBC, die den klassischen “Sherlock Holmes”-Stoff von Arthur Conan Doyle modernisiert und ins 21. Jahrhundert versetzt. Tolle Schauspieler, tolle Geschichten, toller Stil. Leider gibt es bisher nur 3 Episoden à 90 Minuten.
  • Meistgehörte Interpreten 2010: Es folgt meine last.fm Top 10 der letzten 12 Monate.
    last.fm Top Artists Last 12 months: Have a Nice Life, Joy Division, Electric Wizard, The Beatles, Dead Kennedys, Bad Brains, Kvelertak, Witch
  • Bestes Hörbuch/Hörspiel das ich 2010 entdeckt habe: Perry Rhodan Silber-Edition.
    Als jemand der Perry Rhodan eher vom Hörensagen kannte, nie ein Heft gelesen hat und auch sonst wenig Science-Fiction-affin ist, kam die Begeisterung für diese Serie eher überraschend. Die Silber-Edition Hörbücher sind 1:1 Vertonungen der Silber-Bände, welche wiederrum jeweils etwa 8 Hefte der Serie umfassen. Da ich erst bei der vierten Silber-Editions-Ausgabe angelangt bin, kann man sich vorstellen dass ich da noch einiges vor mir habe. ;-)
  • Bester Podcast den ich 2010 entdeckt habe: Alternativlos.
    Ein feiner, im Juli an den Start gegangener Boulevard-Podcast über Politik, Verschwörungstheorien und Technik. Sehr unterhaltsam.

  • Bestes Buch 2010 (Non-Fiction): Thomas Ligotti – The Conspiracy Against the Human Race. (Danke, Jan)
  • Bestes Buch das ich 2010 gelesen habe (Fiction): Edgar Hilsenrath – Nacht.
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blog.grfzhl.de

Nachdem ich im Laufe der Benutzung festgestellt habe dass mir PivotX, welches ich zuvor auf meinem Subblog htpc.grfzhl.de benutzt habe, doch nicht so zusagt, hab ich mich entschlossen wieder auf WordPress umzusatteln.

Im Zuge dieser Umstellung habe ich nun blog.grfzhl.de erstellt, der nun zum einen mein HTPC-Projekt beinhaltet, als auch allgemeine Beiträge zu verschiedensten Themen. Das ehemalige eigenständige Blog htpc.grfzhl.de hat nun hier eine eigene Kategorie, unter der auch weiterhin neue Beiträge zum Projekt veröffnetlicht werden. Die alte Adresse und die alten Permalinks zu einzelnen Einträgen funktionieren auch weiterhin.

Zudem habe ich die alten Einträge aus meinem Uralt-Blog su.n-less.com hier einsortiert, diese sind allerdings eher als Archiv zu sehen und auf Grund ihrer Betagtheit wohl praktisch nicht mehr sehr nützlich. su.n-less.com leitet nun hier her, die alten Permalinks funktionieren weiterhin.

BluRay-Rohlinge im Test

Ich wollte nur kurz den Test von BD-R Medien, welcher in der c’t 14/2010 erschienen ist, empfehlen. Die c’t hat hier 13 bedruckbare BD-R (25 GB) verschiedener Hersteller in Bezug auf Brennqualität, Preis und Langlebigkeit getestet. Auch wird der Unterschied zwischen anorganischen HTL- und den neuen, organischen LTH-Medien recht gut erklärt.

Einer der beiden im Test eingesetzten Brenner ist übrigens der von mir eingesetzte LG BH10LS30, was den Test für mich besonders interessant macht.

Weitere Informationen: Artikel auf heise.de (kostenpflichtig)

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Wer nicht fragt bleibt dumm…

Da bei meinem Projekt natürlich immer wieder Fragen bzw. Probleme aufgeworfen werden die ich auf anhieb nicht lösen kann, habe ich beschlossen, ab und zu offene Fragen einfach ins Blog zu stellen. Vielleicht weiß ja einer der Besucher Rat und kann seine Ratschläge in der Kommentarfunktion hinterlassen.

Erstens suche eine Software um meinen HTPC ab und zu grafisch ferngesteuert im Heimnetzwerk zu bedienen. Im Wesentlichen ebenfalls von einem Ubuntu-Rechner aus, wenn andere Möglichkeiten offengehalten werden ist das natürlich toll. Spontan schwirren mir so die Begriffe VNC, TeamViewer und Gnome Remote Server im Kopf herum, mit dem Zeug kenne ich mich aber überhaupt nicht aus. Was ist in Bezug auf Schnelligkeit und Kompatibilität zu empfehlen?

Zweitens suche ich eine Software mit der ich die Brennqualität von bebrannten Discs testen kann (C1/PIE, C2/PIF, Jitter…). Ganz wichtig hierbei ist, dass das Programm auch BD-R unterstützt. Unter Windows gibt es viele solche Tools, z. B. Nero DiscSpeed oder Opti Drive Control. Unter Linux habe ich bisher nur das Programm QPxTool entdeckt, welches leider keine BD-Rs unterstützt.

Für Hinweise bin ich sehr dankbar!

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Nach der Ubuntu-Installation

Nach der Installation sollten ersteinmal ein paar Dinge erledigt werden:

1. Das System auf den neusten Stand bringen

Dazu öffnet man eine Konsole und gibt nacheinander folgende Befehle ein:

sudo apt-get update
sudo apt-get upgrade

Nachdem das Update vollständig durchgelaufen ist, gibt man am besten beide Befehle nochmal ein, um sicherzustellen, dass das System auch wirklich auf dem neusten Stand ist.

2. Proprietäre Grafiktreiber installieren (NVIDIA)

Um mit der Atom/Ion-Kombination auch hochauflösendes Material abspielen zu können, führt kein Weg an der Benutzung der unfreien NVIDIA-Treiber vorbei. Unter Ubuntu ist dies aber mittlerweile mit ein paar Mausklicks möglich:

  1. Öffnet im Systemmenü einfach: “Administration”, “Hardware Drivers”
  2. Hier könnt ihr aus einer Liste den “NVIDIA accelerated graphics driver (version current)” auswählen
  3. Anschließend klickt ihr auf “Activate”, der Treiber ist nun nach einem Neustart aktiv.

3. Nicht benötigte Programme aus dem Gnome-Autostart nehmen

Bei Gnome werden ziemlich viele Programme im Autostart geladen, die wir für unseren Anwendungszweck gar nicht brauchen. Deswegen wird der Autostart für diese deaktiviert.

  1. “System”, “Administration”, “Startup Applications”
  2. Eine gute Richtlinie ist es, alles was man erkennt und sicher nicht braucht (Ein paar Dienste die ich deaktiviert habe: Update Notifier, Bluetooth, Disk Notifications, Print Queue Applet uvm.) zu deaktivieren, was man nicht kennt, lässt man lieber mal aktiv oder informiert sich darüber. ;)

4.Visuelle Effekte deaktivieren

Standardmäßig sind in Ubuntu visuelle Desktopeffekte zu einem gewissen Level aktiviert. Da man bei einem HTPC (auf dem ja später XBMC laufen soll) den Desktop eh die geringste Zeit sieht, können wir diese getrost zur Leistungssteigerung ausschalten.

  1. “System”, “Preferences”, “Appearance”
  2. Hier den Reiter “Visual Effects” auswählen
  3. Die Effektstufe “Keine” einstellen

5. Auto-Login aktivieren

Will man nicht bei jedem Start seines Systems sein Benutzerpasswort eingeben müssen (was bei einem HTPC ja schon eher störend ist), rät es sich, den Auto-Login zu aktivieren. Diese Option findet ihr unter: “System”, “Administration”, “Login Screen”.

Der ganze Startvorgang bis zum vollständig geladenen Desktop dauert bei mir nach diesen Änderungen 38 Sekunden. Falls noch jemand Tipps für einen schnelleren Bootvorgang hat, immer her damit! :)

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Ubuntu 10.10 Basisinstallation

In diesem Posting beschreibe ich die Installation von Ubuntu 10.10 “Maverick Meerkat” (zum jetzigen Zeitpunkt noch im Beta-Stadium!) und meine Vorgehensweise hierbei. Ich habe mich dafür entschieden anstatt die aktuelle Stable schon die nachfolgende Version, das oben genannte 10.10 zu installieren, da es zum jetzigen Zeitpunkt nur noch wenige Tage zum Release sind und die Ubuntu-Betas erfahrungsgemäß in diesem Stadium keine großen Probleme mehr verursachen.

Nichtsdestotrotz sollte meine Beschreibung aber auch für das aktuelle Ubuntu 10.04 “Lucid Lynx” zutreffen, welches ja zudem die aktuelle LTS-Version ist.

Meine Beschreibung behandelt größtenteils die Installation mit der Alternate CD inklusive Einrichtung eines Software-RAIDs und eines Logial Volume Managments. Natürlich gibt es auch die Möglichkeit eine “stromlinienförmigere” Installation durchzuführen, allerdings denke ich mir, dass die Möglichkeit, im Zweifelsfall eine komplette Desktopumgebung zur Verfügung zu haben, mir für meine Anwendungszwecke Vorteile bringt.

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LG BH10LS30

Eigentlich wollte ich vorerst gar kein Optisches Laufwerk kaufen, da ich noch bis Weihnachten warten wollte da ich vermute, dass bis dahin die Preise für BD-Laufwerke noch deutlich sinken. Als mir dann aber der LG BH10LS30 ins Auge fiel, ein BluRay-Brenner der mittlerweile kaum mehr teurer ist als erste BD-ROMs, habe ich spontan zugeschlagen. Der Brenner erhielt im Netz ganz ordentliche Bewertungen und ist auch (wohl auf Grund seines günstigen Preises) sehr weit verbreitet. So wird er z. B. von Fachmagazinen wie der c’t oft als Referenz-/Testbrenner herangezogen.

Der Brenner verspricht eine Schreibgeschwindigkeit von bis zu 10x bei BD-R, was aber auf Grund der Nichtexistenz von Rohlingen und Systemen die eine solche Geschwindigkeit unterstützen, eher ein theoretischer Wert sein dürfte. Er beschreibt außerdem BD-RE (2x), DVD-/+R(W) (DL) (bis zu 16x/8x) und natürlich CD-R(W) (bis zu 48x/40x). Auch kann er, entsprechende Rohlinge vorausgesetzt, die Oberflächen der Scheiben mit LightScribe verzieren.

Ob der Brenner hält was er verspricht wird sich wohl erst in ersten Praxistests und im regelmäßigen Einsatz zeigen. Ich werde ausführlich berichten.

Weitere Informationen (leider recht spärlich…): LG BH10LS30 auf lg.com

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Western Digital Caviar Green WD20EARS

Zu den Festplatten gibt es nicht besonders viel zu sagen. Hier spielten für mich vorallem der Preis und die Kapazität eine Rolle. Da ich ja nicht auf Platten in 2,5″ Bauform angewiesen war, hatte ich genug Auswahl. Da die Wahl des Festplatten-Herstellers mittlerweile ja wirklich nur noch reine Glaubenssache/Präferenz ist, habe ich mich für zwei Platten aus dem Hause Western Digital entschieden, da ich in den letzten Jahren mit diesem Hersteller gute Erfahrungen gemacht habe.

Ursprünglich wollte ich nur eine Festplatte verbauen, habe mich dann aber auf Grund der doch recht gesunkenen Preise für zwei Platten mit je 2 TB entschieden, welche ich im (Software-) Raid 1 anordnen werde (Das Zotac-Board unterstützt zwar ein Hardware-Fake-Raid, auf Grund der höheren Flexibilität werde ich aber ein Software-Raid einsetzen, da es meines Wissens gegenüber einem Fake-Raid keine sonstigen Nachteile hat).

Entschieden habe ich mich für die WD20EARS Modelle – welche aus Western Digitals “Caviar Green”-Reihe stammen – entschieden. Diese sollen sich besonders durch geringen Stromverbrauch, geringe Lärmentwicklung und geringe Wärmeentwicklung auszeichnen. Die Spezifikationen findet ihr unten verlinkt.

Eine weitere Besonderheit ist das sogenannte Advanced Format. Festplatten mit Advanced Format haben anstatt der üblichen 512 Byte, physikalisch 4 Kilobyte große Sektoren. Aus Kompatibilitätsgründen melden die WD Festplatten sich beim Controller als “traditionelle” 512-Byte-Sektoren-Platten, was in der Praxis zu Performance-Einbußen führen kann, da die virtuellen Sektoren nicht auf die physikalischen Sektorengrenzen ausgerichtet sind. Advanced Format Platten sollten deshalb für optimale Performance manuell ausgerichtet und partitioniert werden.

Weitere Informationen: Western Digital Caviar Green WD20EARS auf wdc.com

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